Honorar · Maschinenraum
Warum Nachträge verloren gehen — und wo das Geld wirklich liegt.
Architektur-Büros verlieren Honorar nicht beim Honorieren, sondern beim Nachweisen.
Ein typischer Nachtrag in der Architektur liegt zwischen CHF 500 und CHF 5'000. Pro Bauphase summieren sich daraus Beträge, die einen spürbaren Teil des Honorars ausmachen. Verloren gehen sie selten am Verhandlungstisch — sondern in der Sequenz davor.
Die rechtliche Reihenfolge
Sowohl SIA 118 Art. 84 als auch §650c BGB setzen für den Mehrhonorar-Anspruch dieselbe Reihenfolge voraus: die Änderung muss vorab angekündigt, kalkuliert und freigegeben werden — erst dann darf sie ausgeführt und abgerechnet werden. Wer die Reihenfolge bricht, verliert den Anspruch ganz oder teilweise.
Wo Büros tatsächlich scheitern
Nicht beim Vertrag und nicht beim Rechnen — sondern beim Nachweis. Ein paar typische Muster:
- Eine Variante wird auf Zuruf gebaut, weil die Bauherrschaft „ja gesagt" hat — die schriftliche Freigabe fehlt.
- Der Mehraufwand wird erst in der Schlussrechnung sichtbar, wo er wie eine Erhöhung wirkt statt wie eine bereits beschlossene Position.
- Die Bauherrschaft erinnert sich anders an die Reihenfolge — und man hat nichts in der Hand.
Was Cosigna technisch tut
Der Workflow geht ohne signierte Freigabe nicht weiter. Vorschlag, Freigabe, Leistung, Abnahme — jede Stufe schreibt einen hash-verketteten Audit-Event. Die Schlussrechnung verweist auf die freigegebenen Positionen, nicht auf eine geschätzte Gesamtsumme.
Cosigna zahlt sich beim ersten Nachtrag, den Sie sonst geschluckt hätten.