Produkt · Maschinenraum

Was ist ein Bauherrenportal? Aufgaben, Nutzen und Auswahlkriterien.

Ein Bauherrenportal zeigt der Bauherrschaft jederzeit Projektstand, Pläne und offene Freigaben. Was es leistet, wie es sich von Baustellen-Apps unterscheidet und worauf Büros bei der Auswahl achten.

2026-07-07 · 6 Min Lesezeit

Ein Bauherrenportal ist ein geschützter Online-Bereich, in dem die Bauherrschaft ihr Bauvorhaben jederzeit einsehen kann: den Stand der Phasen, freigegebene und offene Entscheidungen, Pläne, Verträge und Protokolle. Es ersetzt die gewachsene Praxis aus E-Mail-Ketten, WhatsApp-Gruppen und Dropbox-Ordnern durch einen einzigen, nachvollziehbaren Projektverlauf.

Welche Aufgaben ein Bauherrenportal übernimmt

  • Projektstand zeigen. Was ist erledigt, was läuft, was steht an — Phase für Phase, ohne dass die Bauherrschaft nachfragen muss. Jedes Paket hat eine Sendungsverfolgung; ein Bauvorhaben über CHF 1'500'000 verdient dasselbe.
  • Dokumente geordnet übergeben. Pläne, Verträge und Lieferungen liegen versioniert an einem Ort — mit Nachweis, wer was wann erhalten und geöffnet hat.
  • Freigaben einholen. Phasenfreigaben, Planfreigaben und Nachträge werden im Portal bestätigt — signiert, mit Zeitstempel, gerichtsfest dokumentiert.
  • Änderungen erfassen. Änderungswünsche werden dort festgehalten, wo sie entstehen, und als Bestellungsänderung oder Nachtrag beziffert, statt in einer Mail unterzugehen.

Abgrenzung: Baustellen-App, Büro-Software, Portal

Werkzeuge wie PlanRadar oder Capmo begleiten die Bau- und Mängelphase auf der Baustelle, von Profi zu Profi. Büro-Software wie PROJEKT PRO oder Phase0 organisiert das Innenleben des Büros — Honorare, Ressourcen, Controlling. Ein Bauherrenportal richtet sich dagegen an die Bauherrschaft selbst und deckt die Planungs- und Designphase ab: die Zusammenarbeit zwischen Büro und Auftraggeber, in der die meisten Entscheidungen — und die meisten Änderungen — fallen.

Worauf Büros bei der Auswahl achten sollten

  • Zugang ohne Passwort-Hürde. Die Bauherrschaft nutzt das Portal nur, wenn der Einstieg in Sekunden gelingt — E-Mail-Verifikation und Passkey statt vergessener Passwörter.
  • Datenschutz und Hosting. Projektdaten sind sensibel: DSGVO- bzw. revDSG-konform, gehostet in der Schweiz oder der EU.
  • Beweiskraft. Freigaben müssen einem Streit standhalten: authentifizierte Signatur, manipulationssicheres Protokoll, exportierbares Dossier.
  • Kostenmodell. Ein Preis fürs Büro, Zugang für die Bauherrschaft kostenlos — Lizenzgebühren pro Kopf bestrafen genau die Transparenz, die das Portal schaffen soll.

Cosigna ist ein Bauherrenportal nach diesem Muster — mit einem Unterschied: Jede Änderung ist zugleich ein abrechenbarer, beweissicherer Vorgang. Das Portal schafft nicht nur Transparenz, sondern sichert das Honorar.